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Ausgabe FEBRUAR / MÄRZ 2019

„Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 34,15)

Jahreslosung 2019


„Frieden“ und „jagen“, das passt irgendwie nicht zusammen. Ein Jäger ist bewaffnet, er lauert, treibt in die Enge und tötet. Der oder die Gejagte ist der Aggressivität wehrlos ausgeliefert. Ersetzt man hingegen das „Jagen“ durch Synonyme wie: nachlaufen, hinterher sein, folgen, sich sehnen, sich darum mühen, liebäugeln – dann verändert sich das innere Bild.
Auf der anderen Seite ist die Aggressivität im Begriff „jagen“ genau das Richtige, meint man doch fälschlicherweise, der Frieden sei ein Normalzustand, der existiert, ohne dass man etwas dafür tut. Als ob Frieden etwas Passives wäre und Krieg und Streit etwas Aktives. Dabei kommt ein Streit meist von selbst und schneller als man denkt. Um den Frieden aber muss man sich richtig bemühen. Frieden mit mir und Frieden um mich herum. Frieden ist etwas Aktives. Es geht also darum, für den Frieden einzutreten – in Wort und Tat.
Frieden ist nicht einfach die Abwesenheit von Streit und Krieg. Ein Leben in Frieden erfordert wirtschaftliche Stabilität, tragfähige menschliche Beziehungen, sinnerfüllende Tätigkeiten und Anerkennung. Nur wo dies außenherum gewährleistet ist, kann man auch zu einem inneren Frieden kommen.
Gerade weil Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, ist der unaufhörliche Aufruf zu seiner Bewahrung notwendig: „Meide das Böse und tu das Gute, suche Frieden und jage ihm nach“ (Ps 34,15). Frieden entwickelt sich im respektvollen und rücksichtsvollen Kontakt untereinander, aber auch mit sich selbst und mit der ganzen Schöpfung. Frieden will entdeckt und festgehalten werden. Bei mir angefangen heißt Frieden, sich nicht so wichtig zu nehmen, meine Ansprüche maßvoll zu gestalten, bescheiden und ressourcenorientiert zu leben. In Bezug auf die Menschen um mich herum heißt Frieden, einfühlsam zu sein und mich einzusetzen und einzumischen, wo jemand ungerecht behandelt wird oder in Not geraten ist. Im Weiteren gilt es, für den Frieden die Schöpfung in ihrer Artenvielfalt und ihrem Reichtum zu respektieren und zu bewahren. Denn auch sie braucht Frieden, um uns nachhaltig versorgen zu können. Unsere Anstrengungen für den Frieden werden uns an unsere Grenzen führen, aber auch zum Himmel hinauf. Jesus drückt das in der Bergpredigt schön aus: „Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“
Ihre Pastorin Ulrike Lenz

Ausgabe DEZEMBER 2018 / JANUAR 2019

„Öffnet mir die Türen,


lasst mich nicht erfrieren.“ Wussten Sie eigentlich, dass der Titel des Liedes „Kling, Glöckchen“ ursprünglich „Christkindchens Einlass“ lautete? Das „Ich“ in diesem Lied ist das Christkind, der neugeborene Jesus, der in die Welt kommt. Er braucht eine Herberge in den Herzen der Menschen. Gottheit und Menschheit sind mit Weihnachten nicht mehr klar getrennt, sondern untrennbar miteinander verbunden.
So viele Menschen stehen vor verschlossenen Türen und vor verstockten Herzen: „Öffnet mir die Türen, lasst mich nicht erfrieren!“ Das könnte auch das Kind einer Familie sagen, die versucht, über die verschneite Balkanroute nach Europa zu gelangen. Das könnte auch ein Obdachloser sagen, der bei starker Kälte Zuflucht in einer U-Bahn, einer Notunterkunft oder einem Kaufhauseingang sucht. Vielleicht ist es auch die Stimme eines ganz kleinen Kindes, das es in seinen ersten Lebensmonaten sehr schwer hatte und nun zur Adoption freigegeben wurde. Wird es Eltern finden, die ihm wärmende Liebe schenken?
Das Misstrauen in unserer Gesellschaft ist groß geworden. Die Angst vor Terror und Kriminalität durch Migration ist gewachsen. Die Obdachlosen stehen schon lange in Verdacht, die Gesellschaft nur ausnutzen zu wollen. Problemkinder wurden schon seit der Antike als sicheres Zeichen dafür gesehen, dass es mit der Menschheit zu Ende geht.
„Fürchtet Euch nicht!“ lautet der zentrale Satz der Weihnachtsbotschaft. Wer es schafft, seine Furcht zu überwinden und Begegnungen wagt, mag ein Risiko eingehen, aber es bietet sich eben auch eine Chance. Die Chance, Nähe und Dankbarkeit zu erfahren. Die Chance, etwas über das Leben zu lernen. Die Chance, Vertrauen aufzubauen. Kurzum: Die Chance auf etwas Wunderbares, in dem sich Gott selbst verbirgt.
Vielleicht lassen Sie sich einmal selbst die Tür öffnen bei einer der Stationen des Lebendigen Adventskalenders. Sie werden sehen, wie schön das ist, von jemandem willkommen geheißen zu werden. Und vielleicht laden Sie ja auch noch jemanden zu sich nach Hause ein.
Pastor Mirko Klein

Ausgabe NOVEMBER 2018

... und unten leuchten wir


Wenn nachts die Sterne funkeln und der volle Mond leuchtet, dann schenken diese Himmelslichter der ganzen Erde ein wenig Licht in der Dunkelheit. Früher haben sich zudem Reisende an ihnen orientiert.
Das Licht einer Laterne scheint gegenüber den Sternen klein und unbedeutend: Schon eine Straßenecke weiter ist es nicht mehr zu sehen, und während die Sterne Nacht für Nacht wiederkehren, leuchtet die Laterne nur in einigen wenigen Nächten.
Und doch: Für den Moment und an dem Ort, an dem sie leuchtet, ist ihr Licht kräftiger und heller als das Sternenlicht. So kann ein Kind im Licht der Laterne besser erkennen, wohin es seinen nächsten Schritt lenken muss, um nicht durchs Dunkel zu stolpern. Mit einer Laterne durch die Nacht zu gehen ist spannend und schön.
Ich glaube, dass sich in diesem Kinderspiel eine tiefe Weisheit verbirgt. Es symbolisiert ganz anschaulich himmlische und irdische Macht und setzt sie zueinander ins Verhältnis. Gottes Macht, die Lehren Jesu und ferner die herausragenden Taten und Lebensgeschichten einiger großer Persönlichkeiten, wie die des Martin von Tours, sind wie das Sternenlicht in der Nacht. Sie leuchten weit und bieten vielen Menschen Orientierung.
Unsere Taten haben weit weniger Strahlkraft als ihr Licht, und doch ist es gut und nötig, dass auch wir unser Licht leuchten lassen. Von Jesus stammt die sprichwörtliche Rede, sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Ein offenes Ohr für die Sorgen des Nächsten, eine helfende Hand in der Not und die Bereitschaft zu teilen, wo genug für alle da ist, werfen ein Licht ins Dunkel. Wo jemand so handelt, kann er in seinem näheren Umfeld – für Verwandte, Freunde oder Mitmenschen – zum Vorbild werden.
Sein Licht leuchten zu lassen kann spannend und schön sein, wie das Laternelaufen in Kindertagen.
Pastor Mirko Klein

Sechs mal im Jahr, im Februar/März, April/Mai, Juni/Juli/August, September/Oktober, November und Dezember/Januar, bekommen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger von Wentorf den Kirchenboten der evangelischen Gemeinde. Darin steht wer wann was anbietet oder von Berufs wegen im Einsatz ist, wer eine neue Idee verwirklichen möchte, wo man sich zu was zusammenfindet oder die geplante Reise berät. Die Hobby-Redakteure lesen aufmerksam die eingeschickten Artikel, erlauben sich bisweilen, den Text leicht zu verändern und beauftragen dann Jürgen Rix mit dem Layout, damit diese Papiere „hübsch“ gesetzt in den Druck gegeben werden. Uns, der Kirchenboten-Redaktion macht diese Arbeit Spaß. Sollten Sie einmal keinen Kirchenboten bekommen haben, wenden Sie sich bitte ans Kirchenbüro 720 24 25 oder per e-mail:
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Der Redaktionskreis: Christiane Schröder, Helga Hardt, Erika Löwer und Jürgen Rix (Layout)