Telefonnummern

Pastor
Mirko Klein

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Pastorin
Ulrike Lenz
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Gottesdienste

EVANGELISCHE GEMEINDE

GOTTESDIENST

Jeden Sonntag 10:00 Uhr

KINDERGOTTESDIENST

Jeden Sonntag 10:00 Uhr
(außer in den Ferien)

KATHOLISCHE GEMEINDE

GOTTESDIENSTE in Wentorf
KATH. EUCHARISTIEFEIER

am Vorabend

1. Samstag i. Monat 18:30 Uhr

GOTTESDIENSTE in Reinbek

1., 3., (u. 5.) Sonntag 9:00 Uhr

2. u. 4. Sonntag 11:00 Uhr

Ausgabe DEZEMBER 2019 / JANUAR 2020

Die stillste Zeit


Gottesdienst in der Heiligen Nacht – das Umschlagfoto ist dabei entstanden:
Ein Meer von Kerzen, alle Gesichter werden warm beschienen. Alte, Junge, Vertraute und Fremde sind zusammen. Die Luft wird immer schlechter, aber die
Stimme des Pastors ist schön.
Und die Musik!
Es wird wieder Weihnachten!
„Euch ist heute der Heiland geboren!“ – Die vertrauten Worte möchten die Herzen öffnen. Und die Herzen möchten das auch.
Da ist ein Sehnen tief in uns, Gott nah zu sein.
Weihnachten bedeutet: Gott kommt nah.
Die Adventszeit will für diese Tiefendimension von Weihnachten öffnen. Das bedeutet einen Perspektivwechsel von außen nach innen. Wer sich auf das „Kommen Gottes“ ausrichten will, wer also etwas Neues, Hoffnungsvolles, Wunderbares in das eigene Leben hineinlassen will, der wandert mit seiner Aufmerksamkeit am besten von außen nach innen: Lerne still sein, lerne nichts tun, lerne warten. Die stillste Zeit, das ist der Advent.
Dies läuft der emsigen weihnachtlichen Vorbereitung in unserer Umgebung entgegen. Doch erst wer still wird und seinen Geist zur Ruhe bringt, kann die Unrast seiner Gedanken besänftigen, die mit der Unrast, die in der Umgebung herrscht, korrespondiert. Vielleicht können das besonders gut die Alten, die schon gelernt haben, die Hände sanft in den Schoß zu legen und in sich hinein zu lauschen; oder die Kinder, die sich still und selbstvergessen in ein Spiel vertiefen. Schauen wir sie an und lernen wir von ihnen Advent.
Fliehen wir also nicht das Alleinsein in der Adventszeit, schauen wir länger als sonst in die Kerzen und trotzen wir auf einem Spaziergang allein dem grauen Dezember! Das kann helfen, innerliche Stille zu erleben, sich vorzubereiten auf das Göttliche, das in Dir geboren werden möchte. Möge es spürbar werden für Sie und Dich an diesem Weihnachten und für alle Welt.
Ihre Pastorin Ulrike Lenz

Ausgabe SEPTEMBER / OKTOBER / NOVEMBER 2019

Deine Güte reicht


Liebe Leserinnen und Leser, in den Händen halten Sie zum ersten Mal eine Ausgabe des Kirchenboten für die Monate September bis November. Sonst kam
der Bote im November als Einzelausgabe, sehr zum Leid derer, die ihn ehrenamtlich austragen. Denn der November ist für Spaziergänge mit Stapeln von Kirchenboten kein besonders schöner Monat. Zudem hat sich unser Gemeindefest vor ein paar Jahren verschoben: Statt im November findet es nun im Sommer statt. Dies und auch Kostengründe haben uns dazu bewogen, die Zahl der Kirchenboten von sechs auf fünf im Jahr zu reduzieren.
Was für eine Überschrift findet man aber für eine Zeit, die nun Erntedank, Reformationstag, Martinsabend und Ewigkeitssonntag miteinschließt? Ein Psalmenzitat ist uns in der Redaktion in den Sinn gekommen: „Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist und deine Wahrheit soweit die Wolken gehen.“ Wenn wir Erntedank feiern, dann sehen wir: Wir haben genug zu essen, und es könnte auch für alle reichen, wenn nur die Verteilung anders wäre. Nicht Gott ist in der Bringschuld, denn seine Erde hat uns mehr als genug zu bieten. Gottes Güte reicht! Es ist der Mensch, der lernen muss zu teilen, sodass die Güter der Erde für alle reichen. Er muss teilen, so wie es schon Martin von Tours vorgelebt hat.
Aber auch am Ewigkeitssonntag, wo die Frage nach einem Leben nach dem Tod im Mittelpunkt steht, passt dieses Psalmenzitat. Schon Martin Luther stellte sich die Frage, was man denn tun müsse, damit Gott einem Menschen das ewige Leben gibt. Seine nüchterne Erkenntnis nach langem Bibelstudium war, dass sich Gott nicht zwingen, nicht überreden, nicht bestechen lässt. Der Himmel öffnet sich uns nur im Vertrauen auf Gottes Güte – die reicht!
So wünsche ich Ihnen, dass Sie diesen Herbst in dem Glauben verbringen können, dass Gott auch für Sie viel Gutes bereithält, und dass es reichen wird für ein Leben in Zufriedenheit und Dankbarkeit.
Ihr Pastor Mirko Klein

Ausgabe JUNI/JULI/AUGUST 2019

Das Leben – ein Fest


Wie ein einziges großes Fest kommt einem der Sommer manchmal vor, wenn alles blüht und strahlt und sich das Leben leicht anfühlt!
Das Fest unterscheidet sich vom Alltag.
Der Alltag ist geprägt von Verbindlichkeit, Anstrengung und Gewohnheit. Er kann Halt geben, weil er Struktur mit sich bringt. Er kann manchmal aber auch grau erscheinen. Mancher sehnt sich nach einem „normalen Alltag“. Auch Menschen ohne Arbeit und ein Zuhause haben einen Alltag, ebenso wie Kranke.
Ein Fest ist eine willkommene, eine ersehnte Unterbrechung des Alltags. Der Unterschied drückt sich im ganz anderen Lebensgefühl aus: Zum Fest gehören helle Farben, Leichtigkeit, Lachen und Lichter, ein Gefühl von Freiheit und Gelöstheit, die ein gewisses Schweben empfinden lassen. Man kann sich ein sommerliches Fest im sonnendurchfluteten Garten vorstellen, wo bunte Tisch- und Picknickdecken im Wind flattern und die Lampions in den Bäumen darauf warten, nach Einbruch der Dunkelheit den Garten zu verzaubern. Kinder spielen, ein Planschbecken ist aufgebaut, Musik fordert zum Tanzen auf …
Das Fest entlastet von Anstrengung und Arbeit und weckt Freude.
Vielleicht könnte man sagen, dass die Lebenswirklichkeit des Menschen zwei Seiten hat, eine arbeitende, schaffende, die zum Alltag gehört, und eine weitere, festliche Seite. Diese beiden Seiten sind wie Pole, zwischen denen sich das Leben und Handeln des Menschen bewegt. Das nützliche, zweckhafte und funktionale Handeln einerseits und das zweckfreie und feiernde Handeln andererseits.
Feste wurzeln in der alten Überzeugung, dass das, was das alltägliche Leben trägt, etwas vom Menschen Unabhängiges ist. Die Grundlage des Lebens ist letztlich etwas Unverfügbares. Und die Funktion des Festes besteht darin, dass sich der Mensch feiernd vergewissert: Das Leben ist mehr! Mehr als Alltag!
Die alltägliche Arbeit sichert zwar die Existenzgrundlage, aber die menschliche Existenz, das Leben, verdankt der Mensch nicht sich selbst. Das Leben verdankt sich vielmehr einem Urgrund allen Seins, und es wird auch von dort gehalten. Theologisch gesprochen: Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Und im Sommer, mit der erblühten Natur, der Ferienzeit und den vielen Anlässen, zusammen zu sein unter freiem Himmel, meine ich, das mitunter mit allen Sinnen spüren zu können. Gott sei Dank!
Möge Ihnen das Herz aufgehen „in dieser lieben Sommerzeit“, dass sich das Leben festlich anfühlen möge. Dann ist der Himmel nah!
Ihre Pastorin Ulrike Lenz

Sechs mal im Jahr, im Februar/März, April/Mai, Juni/Juli/August, September/Oktober, November und Dezember/Januar, bekommen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger von Wentorf den Kirchenboten der evangelischen Gemeinde. Darin steht wer wann was anbietet oder von Berufs wegen im Einsatz ist, wer eine neue Idee verwirklichen möchte, wo man sich zu was zusammenfindet oder die geplante Reise berät. Die Hobby-Redakteure lesen aufmerksam die eingeschickten Artikel, erlauben sich bisweilen, den Text leicht zu verändern und beauftragen dann Jürgen Rix mit dem Layout, damit diese Papiere „hübsch“ gesetzt in den Druck gegeben werden. Uns, der Kirchenboten-Redaktion macht diese Arbeit Spaß. Sollten Sie einmal keinen Kirchenboten bekommen haben, wenden Sie sich bitte ans Kirchenbüro 720 24 25 oder per e-mail:
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