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Ausgabe APRIL/MAI 2018

Erwartungsvoll


Bushaltestelle Kirche – unter blauem Himmel stehen
drei.
Sie sind gerade angekommen. Hier soll was los sein.
Schauen wir mal…
Das Turmkreuz blitzt im Sonnenlicht.
Erwartungsvoll: Was kommt?

In den kommenden Wochen erwarten wir unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Familien zu den großen Konfirmationsgottesdiensten. Die Kirche platzt dann aus allen Nähten. Viele Jugendliche machen mit. Eltern singen für ihre Kinder. Zusammen feiern alle Abendmahl. Und es gibt ganz viel Segen.
In den kommenden Wochen erwarten wir Besuch von einigen Freundinnen vom anderen Ende der Welt: aus Tansania. Zwei Wochen bleiben sie. Wir sind Gastgeber. Wir hoffen auf eine interessante Zeit und beglückende Begegnungen.
In den kommenden Wochen erwarten wir auch die Wentorfer Kulturwoche mit etlichen Veranstaltungen in unseren Räumen. Wir freuen uns auf Kunstgenuss und vielfältigen Austausch.
Damals standen unter blauem Himmel mehr als drei, mindestens elf. Sie schauten zum Himmel und mussten begreifen, dass ihr Freund, ihre Inspiration, nie mehr zu ihnen zurückkommen würde. Himmelfahrt… keine Erwartungen mehr?
In den Tagen danach saßen sie in Jerusalem zusammen in einem Haus. Fühlten sich leer. Die wunderbare Zeit mit Jesus, das, was sie gemeinsam bewegt hatten, schien zu Ende. Gelangweilt saßen sie da. Und dann geschah es: Sturmgebraus und heilig-sanftes Feuer durchwebte und durchwehte das Haus und brachte sie auf Trab. Sie wurden eingetaucht in den Dunstkreis des Geistwirkens Gottes. Die Geistkraft Gottes kam ihnen nah und verwandelte sie: Aus antriebslosen, dumpfen Leuten wurden Menschen mit neuen und großen Erwartungen. Sie fühlten sich erneut mit der Phantasie, der Hoffnung, dem Mut und der Gestaltungskraft Jesu beschenkt. Seither sind Christinnen und Christen erwartungsvoll.
Das Turmkreuz blitzt im Sonnenlicht.
Was kommt?
Vorfreude kommt auf.
Ihre Pastorin Ulrike Lenz

Ausgabe FEBRUAR/MÄRZ 2018

Lebensdurstig

Die Jahreslosung 2018

Sprudelndes, klares Quellwasser ist ein einfaches Mittel zum Durststillen. Es erfrischt, belebt, tut gut.
Im neuen Jahr begleitet uns eine Losung aus dem letzten Buch der Bibel. Am Ende steht die Verheißung eines neuen Lebens. Das Buch der Bücher endet mit einem neuen Anfang. Gott verspricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Die Wasserquelle ist ein Symbol für das Leben, das wir von Gott haben. Gott, der Schöpfer, ist es, der das Leben nach dem Tod gibt.
Kein Leistungsverdienst ist das Geschenk des neuen Lebens, keine Quittung für das Vergangene. Wie auch schon das erste Leben ein Geschenk ist, so ist es auch das ewige Leben. Allerdings ist das ewige Leben kein Geschenk, das man ungefragt aufgedrückt bekommt wie diese Werbecoupons, die vollmundig behaupten: „Wir schenken Ihnen…“ – dabei hatte man gar kein Interesse an Fast Food, Herrenmode oder Zeitschriften-Abos.
„Ich will dem Durstigen geben“ spricht Gott. Also dem, der danach verlangt, der sich danach sehnt, der darauf hofft, der daran glaubt. Lebensdurstig ist für mich der, der das Leben liebt, für den das Leben eine Bedeutung hat, unabhängig vom Besitzstand. Lebensdurstig sind Menschen, die dem Leben viel abgewinnen können, ohne dazu allzu viel zu brauchen. Singen, beten, Gespräche über Gott und die Welt führen gehören für mich zu diesen elementaren Dingen, für die man gar nicht viel braucht und die das Leben doch so sehr bereichern. Für andere sind es Pilgertouren, Meditation oder Fastenzeiten.
Aber auch die Gemeinschaft bei den Mahlzeiten, die Freude am Lachen eines Kindes, die wohltuende Wärme einer Umarmung sind das pure Leben. Die Jahreslosung ist ein Hoffnungsspruch für alle, die sich fragen, ob sie es in Gottes Augen denn wert sind, das ewige Leben zu erben. Der Durst nach Leben, die Hoffnung darauf, dass es weiter geht und der Glaube daran, dass Gott dieses Leben schenkt, sind schon genug. Die Losung kann aber auch den Impuls dazu geben, in diesem Jahr öfter und ganz bewusst das pure Leben zu genießen. Denn dieses pure Leben tut gut, belebt und erfrischt wie das Wasser einer Quelle.
Ihnen allen ein gesegnetes neues Jahr!
Pastor Mirko Klein

Ausgabe DEZEMBER 2017 / JANUAR 2018

Das Geheimnis von Weihnachten


Weihnachten kommt: Das kleine Still-Leben auf der Titelseite stimmt darauf ein.
Geheimnisvoll schwebend und von frühlingshafter Schöne und Leichtigkeit umgeben: Stall, Stern, Mutter, Vater und Kind.
Weihnachten kommt uns entgegen: Unserer Sehnsucht nach Leichtigkeit, all unserem Hoffen und unserem Wunsch nach einem neuen Anfang. Das, und noch mehr, verspricht das Geheimnis der Weihnacht.
Weihnachten ist ein Geheimnis: Gott wurde etwas neu Geborenes. Ein Kind. Das neugeborene Christkind, das damals zur Welt kam, kommt auch jetzt noch. Das ist geheimnisvoll. Wer kann das verstehen und ergründen? Wie können wir diesem Geheimnis begegnen, wie ihm auf die Spur kommen? Um in ein so großes Geheimnis wie Weihnachten hineinzufinden, braucht man Zeit. Zeit, um sich dem Geheimnis anzunähern. Die Kirche hat vier Wochen für die Vorbereitung vorgesehen, die Adventszeit.
Im Advent kann man beobachten, dass Leute viele Dinge kaufen und dies und jenes noch unbedingt erledigen müssen. Ob sie dem Geheimnis so begegnen? Vielleicht wissen sie auch nicht so genau, wie dem Geheimnis begegnen, oder vielleicht haben sie es vergessen? Manchmal kann es nämlich passieren, dass Menschen von etwas Geheimnisvollem umgeben sind, ohne es zu bemerken.
Wo kann man die Stille finden, um sich auf das Geheimnis von Weihnachten vorzubereiten? Wie kann man offen werden dafür? Anregend ist es, sich in die biblischen Geschichten zu vertiefen, die der Vorbereitung auf das Geheimnis von Weihnachten dienen, wie: Der Engel bei Maria (Lukas 1, 26-38), Maria besucht Elisabeth (Lukas 1, 39-56). Die Geburt von Johannes dem Täufer (Lukas 1, 5- 25 und 57-65), die Weihnachtsgeschichte bei Lukas 2, 1-20 und die bei Matthäus 1, 18-25 und 2, 1-23.
Vielleicht dazu mal eine neue Bibel anschaffen? Ich finde: Eine gute, moderne Ausgabe des Neuen Testaments ist die „Basisbibel“ (z.B. unter www.basisbibel.de). Auch die Neue Genfer Übersetzung (NGÜ) ist sehr fein und kommt in einem schönen Gewand daher wie ein Moleskine-Notizbuch. Und natürlich – im Jahr des Reformationsjubiläums – die neue Übersetzung der Lutherbibel 2017.
Ihnen allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!
Ihre Pastorin Ulrike Lenz

Sechs mal im Jahr, im Februar/März, April/Mai, Juni/Juli/August, September/Oktober, November und Dezember/Januar, bekommen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger von Wentorf den Kirchenboten der evangelischen Gemeinde. Darin steht wer wann was anbietet oder von Berufs wegen im Einsatz ist, wer eine neue Idee verwirklichen möchte, wo man sich zu was zusammenfindet oder die geplante Reise berät. Die Hobby-Redakteure lesen aufmerksam die eingeschickten Artikel, erlauben sich bisweilen, den Text leicht zu verändern und beauftragen dann Jürgen Rix mit dem Layout, damit diese Papiere „hübsch“ gesetzt in den Druck gegeben werden. Uns, der Kirchenboten-Redaktion macht diese Arbeit Spaß. Sollten Sie einmal keinen Kirchenboten bekommen haben, wenden Sie sich bitte ans Kirchenbüro 720 24 25 oder per e-mail:
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Der Redaktionskreis: Christiane Schröder, Helga Hardt, Erika Löwer und Jürgen Rix (Layout)