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Ausgabe FEBRUAR/MÄRZ 2018

Lebensdurstig

Die Jahreslosung 2018

Sprudelndes, klares Quellwasser ist ein einfaches Mittel zum Durststillen. Es erfrischt, belebt, tut gut.
Im neuen Jahr begleitet uns eine Losung aus dem letzten Buch der Bibel. Am Ende steht die Verheißung eines neuen Lebens. Das Buch der Bücher endet mit einem neuen Anfang. Gott verspricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6). Die Wasserquelle ist ein Symbol für das Leben, das wir von Gott haben. Gott, der Schöpfer, ist es, der das Leben nach dem Tod gibt.
Kein Leistungsverdienst ist das Geschenk des neuen Lebens, keine Quittung für das Vergangene. Wie auch schon das erste Leben ein Geschenk ist, so ist es auch das ewige Leben. Allerdings ist das ewige Leben kein Geschenk, das man ungefragt aufgedrückt bekommt wie diese Werbecoupons, die vollmundig behaupten: „Wir schenken Ihnen…“ – dabei hatte man gar kein Interesse an Fast Food, Herrenmode oder Zeitschriften-Abos.
„Ich will dem Durstigen geben“ spricht Gott. Also dem, der danach verlangt, der sich danach sehnt, der darauf hofft, der daran glaubt. Lebensdurstig ist für mich der, der das Leben liebt, für den das Leben eine Bedeutung hat, unabhängig vom Besitzstand. Lebensdurstig sind Menschen, die dem Leben viel abgewinnen können, ohne dazu allzu viel zu brauchen. Singen, beten, Gespräche über Gott und die Welt führen gehören für mich zu diesen elementaren Dingen, für die man gar nicht viel braucht und die das Leben doch so sehr bereichern. Für andere sind es Pilgertouren, Meditation oder Fastenzeiten.
Aber auch die Gemeinschaft bei den Mahlzeiten, die Freude am Lachen eines Kindes, die wohltuende Wärme einer Umarmung sind das pure Leben. Die Jahreslosung ist ein Hoffnungsspruch für alle, die sich fragen, ob sie es in Gottes Augen denn wert sind, das ewige Leben zu erben. Der Durst nach Leben, die Hoffnung darauf, dass es weiter geht und der Glaube daran, dass Gott dieses Leben schenkt, sind schon genug. Die Losung kann aber auch den Impuls dazu geben, in diesem Jahr öfter und ganz bewusst das pure Leben zu genießen. Denn dieses pure Leben tut gut, belebt und erfrischt wie das Wasser einer Quelle.
Ihnen allen ein gesegnetes neues Jahr!
Pastor Mirko Klein

Ausgabe DEZEMBER 2017 / JANUAR 2018

Das Geheimnis von Weihnachten


Weihnachten kommt: Das kleine Still-Leben auf der Titelseite stimmt darauf ein.
Geheimnisvoll schwebend und von frühlingshafter Schöne und Leichtigkeit umgeben: Stall, Stern, Mutter, Vater und Kind.
Weihnachten kommt uns entgegen: Unserer Sehnsucht nach Leichtigkeit, all unserem Hoffen und unserem Wunsch nach einem neuen Anfang. Das, und noch mehr, verspricht das Geheimnis der Weihnacht.
Weihnachten ist ein Geheimnis: Gott wurde etwas neu Geborenes. Ein Kind. Das neugeborene Christkind, das damals zur Welt kam, kommt auch jetzt noch. Das ist geheimnisvoll. Wer kann das verstehen und ergründen? Wie können wir diesem Geheimnis begegnen, wie ihm auf die Spur kommen? Um in ein so großes Geheimnis wie Weihnachten hineinzufinden, braucht man Zeit. Zeit, um sich dem Geheimnis anzunähern. Die Kirche hat vier Wochen für die Vorbereitung vorgesehen, die Adventszeit.
Im Advent kann man beobachten, dass Leute viele Dinge kaufen und dies und jenes noch unbedingt erledigen müssen. Ob sie dem Geheimnis so begegnen? Vielleicht wissen sie auch nicht so genau, wie dem Geheimnis begegnen, oder vielleicht haben sie es vergessen? Manchmal kann es nämlich passieren, dass Menschen von etwas Geheimnisvollem umgeben sind, ohne es zu bemerken.
Wo kann man die Stille finden, um sich auf das Geheimnis von Weihnachten vorzubereiten? Wie kann man offen werden dafür? Anregend ist es, sich in die biblischen Geschichten zu vertiefen, die der Vorbereitung auf das Geheimnis von Weihnachten dienen, wie: Der Engel bei Maria (Lukas 1, 26-38), Maria besucht Elisabeth (Lukas 1, 39-56). Die Geburt von Johannes dem Täufer (Lukas 1, 5- 25 und 57-65), die Weihnachtsgeschichte bei Lukas 2, 1-20 und die bei Matthäus 1, 18-25 und 2, 1-23.
Vielleicht dazu mal eine neue Bibel anschaffen? Ich finde: Eine gute, moderne Ausgabe des Neuen Testaments ist die „Basisbibel“ (z.B. unter www.basisbibel.de). Auch die Neue Genfer Übersetzung (NGÜ) ist sehr fein und kommt in einem schönen Gewand daher wie ein Moleskine-Notizbuch. Und natürlich – im Jahr des Reformationsjubiläums – die neue Übersetzung der Lutherbibel 2017.
Ihnen allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!
Ihre Pastorin Ulrike Lenz

Ausgabe November 2017

Pastor Mirko Klein

Verbundenheit


Eine bunte Truppe steht an Bord des Schiffes. Es sieht ein wenig eng aus, wie sie da an der Reling stehen. Fast so, als wäre das Boot überfüllt. Wonach halten sie Ausschau? Sind sie in Sorge um das Wetter? Warten sie auf ein größeres Schiff, das sie abholt? Oder sind sie nur für einen Moment zusammengerückt, um gemeinsam die Aussicht zu genießen?
Die alten Griechen stellten sich vor, dass die Verstorbenen nach ihrem Tod in einem Boot in die Welt der Toten reisen würden. Im abendländischen Raum gibt es die Redewendung „über den Jordan gehen“ – sie geht auf eine biblische Erzählung zurück, denn jenseits des Flusses Jordan liegt das gelobte Land, das Land, in dem Milch und Honig fließen und das Gott den Nachkommen Abrahams verheißen hat. Dort wartet eine sorglose, gute Zukunft. Dort ist ein Ort zum Bleiben nach den Jahren der Wanderung durch die Wüste. „Über den Jordan gehen“ klingt als Redewendung für „sterben“ etwas respektlos, aber vielleicht hat das auch damit zu tun, dass der Tod viel von seinem Schrecken verliert, wenn man daran glaubt, dass es ein Leben danach gibt.
Im November gelten an zwei Sonntagen unsere Gedanken den Verstorbenen – am Volkstrauertag und am Ewigkeitssonntag. Wir denken an die, die sich bereits aus dieser Welt verabschiedet haben, und die wir – so Gott will – in einer besseren Welt wiedersehen werden. Ob sie auf ihr Leben zurücksehen wie die Menschen auf dem Boot? Blicken sie auf die zurück, die am alten Ufer geblieben sind? Oder schauen sie schon auf die neue Welt? - Auf das, was jenseits des Todes liegt und ihnen entgegenleuchtet wie eine aufgehende Sonne über dem Meer? Was glauben wir, wenn wir an sie denken? Können wir uns vorstellen, dass sie nun alle in einem Boot sitzen – die Täter und die Opfer, die Jungen und die Alten? Angehörige verschiedenster Völker?
Der Tod setzt dem Leben eine letzte Grenze. Jenseits dieser Grenze liegt die Weite der Ewigkeit. Damals, vor der Überquerung des Jordans, sprach Gott zu Josua: „Siehe, ich habe Dir geboten, dass Du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht. Denn der HERR dein Gott ist mit dir.“
Pastor Mirko Klein

Sechs mal im Jahr, im Februar/März, April/Mai, Juni/Juli/August, September/Oktober, November und Dezember/Januar, bekommen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger von Wentorf den Kirchenboten der evangelischen Gemeinde. Darin steht wer wann was anbietet oder von Berufs wegen im Einsatz ist, wer eine neue Idee verwirklichen möchte, wo man sich zu was zusammenfindet oder die geplante Reise berät. Die Hobby-Redakteure lesen aufmerksam die eingeschickten Artikel, erlauben sich bisweilen, den Text leicht zu verändern und beauftragen dann Jürgen Rix mit dem Layout, damit diese Papiere „hübsch“ gesetzt in den Druck gegeben werden. Uns, der Kirchenboten-Redaktion macht diese Arbeit Spaß. Sollten Sie einmal keinen Kirchenboten bekommen haben, wenden Sie sich bitte ans Kirchenbüro 720 24 25 oder per e-mail:
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Der Redaktionskreis: Christiane Schröder, Helga Hardt, Erika Löwer und Jürgen Rix (Layout)